In unserer News vom 16. Mai 2007, 10. September 2007 und 7. Februar 2008 berichteten wir über das erhöhte Suizidrisiko unter Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen bis 24 Jahre und über das Problem, dass es im Anschluss an die Warnhinweise bezüglich eines möglicherweise erhöhten Risikos von Suizidideationen und/oder suizidalen Verhalten unter der Behandlung mit Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen nicht etwa zu der allseits empfohlenen Zunahme des Monitorings beim Einsatz von Antidepressiva gekommen war, sondern vielmehr – unabhängig vom Alter der Patienten – zu einer geringeren Verordnungswahrscheinlichkeit von Antidepressiva.
Archiv der Kategorie: Ohne Kategorie
Antipsychotika – Diskussion um Risiko eines plötzlichen Herztodes
In einer kürzlich erschienenen Publikation Ray et al., NEJM 2009, 360:294 wurde darauf hingewiesen, dass nicht nur unter konventionellen, sondern auch unter atypischen Antipsychotika das Risiko für einen plötzlichen Herztod erhöht ist. Die untersuchten Kohorten umfassen ca. 90.000 Patienten mit Antipsychotika und 186.000 gematchte Kontrollen ohne Antipsychotika. Die adjustierte Inzidenzrate für plötzliche kardiale Todesfälle beträgt für Haloperidol und Thioridazin 1,31 (95% Konfidenzintervall 0,97-1,77, niedrige Dosis) bzw. 2,42 (1,91-3,06, hohe Dosis).
