Quetiapin – Notwendige Ergänzungen zur Plasmaspiegelmessung

Erkenntnisse über die Abhängigkeit des Quetiapin-Plasmaspiegels vom Dosierungsschema und von der galenischen Formulierung erfordern die Anwendung eines Korrekturfaktors, der hier erläutert wird, bei Anwendung von Therapeutischem Drug Monitoring (TDM).

Quetiapin ist ein atypisches Antipsychotikum mit trizyklischer Struktur, das in zwei galenischen Formulierungen verfügbar ist, als nichtretardierte Filmtablette und als Retardtablette. Es ist zugelassen zur Behandlung und Rezidivprävention der Schizophrenie, zur Behandlung der schweren Formen der manischen und depressiven Episoden bei bipolaren Störungen, zur Prävention von Rückfällen bei manischen und depressiven Episoden (nur wenn Quetiapin angesprochen hat) und als Augmentationstherapie bei depressiven Episoden (nur Retardtabletten) (s. Kompendium 9.A und Pocket Guide 2.A).
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Loxapin – zugelassen als inhalatives Antipsychotikum

Nach der FDA (Dezember 2012) hat auch die europäische Zulassungsbehörde (EMA) im Februar 2013 Loxapin (Adasuve) als erstes inhalatives Antipsychotikum für die schnelle Kontrolle leichter bis moderater Agitiertheit bei Erwachsenen mit Schizophrenie oder bipolarer Störung (BP I) zugelassen. Hersteller ist Alexza Pharmaceuticals (USA), den Vertrieb in Europa übernimmt die Ferrer-Gruppe (in Deutschland die Firma Trommsdorff). Adasuve wird in den nächsten Wochen verfügbar sein.
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Paliperidon-Palmitat – Zulassung zur Erhaltungstherapie bei Patienten mit Schizophrenie

Seit März 2011 ist Paliperidon-Palmitat (XEPLION®, Hersteller: Fa. Janssen-Cilag), ein monatlich zu verabreichendes, langwirkendes injizierbares Antipsychotikum, zur Behandlung der Schizophrenie europaweit zugelassen und steht seit kurzem auch für die klinische Behandlung zur Verfügung.

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Haloperidol – intravenöse Applikation nicht mehr empfohlen

Die Firma Janssen-Cilag empfiehlt in der aktuellen Fachinformation die Haldol-Janssen Injektionslösung 5 mg/ml nur noch zur intramuskulären Applikation. Haloperidol kann – insbesondere in höherer Dosierung und bei intravenöser Injektion – die QT-Zeit verlängern und schwere Herzrhythmusstörungen auslösen (vgl. mehrfache Warnungen im Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 7.A, besonders Abschn. 3.6.3/Kardiale Nebenwirkungen).

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