Antidepressiva – Risiken für Schwangerschaft und Stillzeit.

In unserer News vom 23.10.2007 wurden zuletzt aktuelle Empfehlungen zum Einsatz von Antidepressiva während Schwangerschaft und Stillzeit zusammengefasst. Unseren damaligen Empfehlungen zufolge sollte während der Schwangerschaft nach Möglichkeit auf Paroxetin verzichtet werden. Dem aktuellen Stand entsprechend erschien Nortriptylin weiterhin unproblematischer als ein Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI zu sein. Vom Stillen unter Antidepressiva wurde grundsätzlich abgeraten.

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Antidepressiva – engmaschiges Monitoring zur Reduktion des Suizidrisikos nötig

In unserer News vom 16. Mai 2007, 10. September 2007 und 7. Februar 2008 berichteten wir über das erhöhte Suizidrisiko unter Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen bis 24 Jahre und über das Problem, dass es im Anschluss an die Warnhinweise bezüglich eines möglicherweise erhöhten Risikos von Suizidideationen und/oder suizidalen Verhalten unter der Behandlung mit Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen nicht etwa zu der allseits empfohlenen Zunahme des Monitorings beim Einsatz von Antidepressiva gekommen war, sondern vielmehr – unabhängig vom Alter der Patienten – zu einer geringeren Verordnungswahrscheinlichkeit von Antidepressiva.

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Antidepressiva – Langzeitstudie zum Zusammenhang zwischen Depression, akutem Koronarsyndrom und Langzeitmortalität

In unseren News vom 19. November 2007 sowie vom 24. November 2008 haben wir uns bereits mit dem Thema der depressiven Komorbidität bei koronarer Herzerkrankung (KHK) und ihrer Behandlung beschäftigt. Zuletzt hatten wir dabei auf ihre prognoserelevante Bedeutung und damit Notwendigkeit der entsprechenden psychiatrischen Diagnostik hingewiesen. Weiterlesen

Duloxetin und Agomelatin – Interaktionen und Dosierungen

Enzymatische Prozesse beim Rauchen
Der für die alltägliche Behandlungssituation bei Weitem wichtigste Induktor von CYP1A2 ist das Rauchen. Dabei ist davon auszugehen, dass der Induktionseffekt dann pharmakokinetisch und klinisch bedeutsam wird, wenn > 10 Zigaretten pro Tag geraucht werden. Die aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAHs) im Zigarettenrauch induzieren sehr potent das Isoenzym CYP1A2 sowie weitere Metabolisierungsenzyme wie CYP2E1 und einige Phase II-Enzyme. Alle Substanzen, die relevant (mehr als 30 %) über CYP1A2 verstoffwechselt werden, sind somit in klinisch bedeutsamer Weise vom Raucherstatus betroffen.
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Agomelatin – Zulassung für die Behandlung depressiver Episoden

Agomelatin ist seit Februar 2009 in Deutschland und Österreich für die Behandlung von depressiven Episoden unter dem Handelsnamen Valdoxan® 25 mg zugelassen. Die Firma Servier vertreibt Filmtabletten in einer Packungsgröße von 28 und 98 Stück. Nachdem die europäische Zulassungsbehörde EMEA (European Medicines Agency) 2006 eine Zulassung vor dem Hintergrund eines fraglichen Wirksamkeitsnachweises insbesondere zur Langzeitbehandlung zunächst zurückgestellt hatte (1), fiel eine erneute Begutachtung im November 2008 positiv aus (2). Weiterlesen

Antidepressiva – Empfehlung der AHA zur Diagnostik und Behandlung der Depression bei kardiovaskulären Erkrankungen

In unserer News vom 19. November 2007 hatten wir ausführlich über den Stand der Studien zur antidepressiven Therapie nach Herzinfarkt berichtet. Wir empfahlen aufgrund des aktuellen Forschungsstandes die SSRI Citalopram und Sertralin bei schweren und rezidivierenden Depressionen nach kardialen Ereignissen (Myokardinfarkt – MI-, instabiler Angina pectoris) zu verordnen. Weiterlesen

SSRI und SNRI (Venlafaxin): Blutungsrisiko unter Antidepressiva mit (selektiver) Hemmung der Serotoninwiederaufnahme

Auf das Risiko des Auftretens einer verlängerten Blutungszeit und/oder Anzeichen einer Blutung (z.B. Ekchymose, gynäkologische Blutungen, gastrointestinale Blutungen und andere Haut oder Schleimhautblutungen) aufgrund einer Thrombozytenfunktionsstörung mit verminderter Aggregationsfähigkeit bei herabgesetztem Serotoningehalt unter Antidepressiva mit (selektiver) Hemmung der Serotoninwiederaufnahme insbesondere in Kombination mit Antikoagulantien und Substanzen mit Wirkung auf die Thrombozytenfunktion (z. B. Acetylsalicylsäure oder nichtsteroidale Antiphlogistika) wird im Kompendium hingewiesen (Kap. 1.6). Weiterlesen