Eszopiclon (Lunivia) – als Hypnotikum in Deutschland eingeführt

Eszopiclon ist das rechtsdrehende Stereoisomer von Zopiclon. Es
vermittelt die hypnotische Wirksamkeit dieses Razemats (Monti und
Pandi-Perumal 2007). In den USA ist Eszopiclon (aber nicht Zopiclon)
seit 2004 eingeführt. Umgekehrt ist seit 1991 Zopiclon, aber nicht
Eszopiclon, in der Europäischen Union einschließlich Deutschland
zugelassen. Im Jahr 2009 befürwortete der zuständige Ausschuss der
European Medicines Agency (EMA) das vom US-amerikanischen
Hersteller beantragte Inverkehrbringen von Eszopiclon, lehnte jedoch
die Anerkennung dieser Substanz als neuartiges Arzneimittel ab. Da
dadurch der Substanz der zehnjährige Patentschutz verwehrt worden
wäre, zog der Hersteller seinen Antrag zurück (EMA 2009 a und b). Im
April 2021 wurde nun Eszopiclon nach Zulassung durch das BfArM
von der Firma Hennig unter dem Markenamen Lunivia auf dem
deutschen Markt eingeführt.
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Benzodiazepine – erhöhtes Risiko für eine Alzheimer-Demenz?

1998 wurde eine longitudinale Fall-Kontroll-Studie mit 668 Teilnehmern, die über 75 Jahre alt waren, publiziert, die einen protektiven Effekt von Benzodiazepinen bezüglich der Entwicklung einer Alzheimer-Demenz nahe legte (1).
Am 11.11.13 wurde in den Kompendium-News darüber berichtet, dass es jedoch neue Hinweise auf langfristige kognitive, Benzodiazepin-induzierte, aber auch – aggravierte Leistungseinbußen, die bis zu einem erhöhten Risiko für Demenzen reichen können, gäbe. Diese Aussage wird jetzt durch eine Arbeit der Gruppe um Billioti de Gage bestätigt und mit zusätzlichen Daten unterfüttert (2). Weiterlesen

Melatonin – Zusammenhang zwischen höherem Alter, aber nicht niedrigen Melatonin-Spiegeln und der Wirksamkeit von retardiertem Melatonin bei primärer Insomnie

Retardiertes Melatonin (Circadin®) wurde 2008 zur Monotherapie für die kurzzeitige Behandlung der primären Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren zugelassen (s. News vom 14.7.2008). Kürzlich wurde die Behandlungsdauer auf 13 Wochen erweitert. Grundlage hierfür ist eine Studie von Wade et al. (BMC Medicine 2010, 8:51, doi:10.1186/1741-7015-8-51). Diese Studie legt nahe, dass höheres Alter, aber nicht die endogenen Melatonin-Spiegel ein Prädiktor der Wirksamkeit der Substanz ist.

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