Paliperidon-Palmitat – Zulassung zur Erhaltungstherapie bei Patienten mit Schizophrenie

Seit März 2011 ist Paliperidon-Palmitat (XEPLION®, Hersteller: Fa. Janssen-Cilag), ein monatlich zu verabreichendes, langwirkendes injizierbares Antipsychotikum, zur Behandlung der Schizophrenie europaweit zugelassen und steht seit kurzem auch für die klinische Behandlung zur Verfügung.

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Asenapin – Zulassung zur Behandlung manischer Episoden

Im September 2010 wurde mit Asenapin (SYCREST® Sublingualtabletten) durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) ein weiteres atypisches Antipsychotikum für die Behandlung von mittelstark bis stark ausgeprägten manischen Episoden im Zusammenhang mit einer Bipolar-I-Störung bei Erwachsenen zugelassen. Gemäß einer Exklusivvereinbarung zwischen Lundbeck und Merck erfolgt der Vertrieb von SYCREST® Sublingualtabletten innerhalb der EU durch Lundbeck.

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Haloperidol – intravenöse Applikation nicht mehr empfohlen

Die Firma Janssen-Cilag empfiehlt in der aktuellen Fachinformation die Haldol-Janssen Injektionslösung 5 mg/ml nur noch zur intramuskulären Applikation. Haloperidol kann – insbesondere in höherer Dosierung und bei intravenöser Injektion – die QT-Zeit verlängern und schwere Herzrhythmusstörungen auslösen (vgl. mehrfache Warnungen im Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie, 7.A, besonders Abschn. 3.6.3/Kardiale Nebenwirkungen).

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Quetiapin – Zulassung zur Behandlung manischer und depressiver Phasen

Seit Januar 2009 ist Seroquel Prolong (Quetiapinhemifumarat) in Deutschland durch das BfArM im Rahmen des Verfahrens der gegenseitigen Anerkennung (Mutual Recognition Procedure) der europäischen Zulassung zusätzlich für die Behandlung von schweren depressiven Episoden bei bipolaren Störungen zugelassen. Hierdurch wurde die bereits bestehende Zulassung zur Behandlung von mittelschweren bis schweren manischen Phasen einer bipolaren Störung erweitert.

Die Zulassung beinhaltet sowohl die Akut- als auch die Erhaltungstherapie. Seroquel Prolong® wird jedoch nicht angewendet zur Prävention von Rückfällen in manische oder depressive Phasen.

Kürzlich wurde zudem die Zulassung für Österreich erteilt, eine Zulassung für die Schweiz wird für Herbst 2009 erwartet.

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Antipsychotika – Diskussion um Risiko eines plötzlichen Herztodes

In einer kürzlich erschienenen Publikation  Ray et al., NEJM 2009, 360:294 wurde darauf hingewiesen, dass nicht nur unter konventionellen, sondern auch unter atypischen Antipsychotika das Risiko für einen plötzlichen Herztod erhöht ist. Die untersuchten Kohorten umfassen ca. 90.000 Patienten mit Antipsychotika und 186.000 gematchte Kontrollen ohne Antipsychotika. Die adjustierte Inzidenzrate für plötzliche kardiale Todesfälle beträgt für Haloperidol und Thioridazin 1,31 (95% Konfidenzintervall 0,97-1,77, niedrige Dosis) bzw. 2,42 (1,91-3,06, hohe Dosis).

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Antipsychotika – Risikobestätigung für die Verordnung bei der Demenz

In den  KompendiumNews vom 27.Juni 2008 haben wir auf die Warnung der FDA vor einem erhöhten Mortalitätsrisiko bei Patienten mit Demenz unter allen Antipsychotika hingewiesen. Die damalige Empfehlung einer strikten Indikationsstellung bei dieser Patientengruppe wird durch eine neue retrospektive Fallkontroll-Studie gestützt ( Douglas, MBJ, 2008, 337:a1227;bmj.com ). Weiterlesen

Konventionelle Antipsychotika – Warnung der FDA vor erhöhtem Mortalitätsrisiko bei älteren Patienten mit Demenz

Die amerikanische Zulassungsbehörde weist im Juni 2008 darauf hin, dass bei älteren Patienten mit psychotischen Syndromen im Rahmen einer Demenz nicht nur unter atypischen Antipsychotika, sondern auch unter konventionellen Antipsychotika ein mindestens ebenso erhöhtes Mortalitätsrisiko besteht. Die Warnungen jetzt auch für konventionelle Antipsychotika stützen sich auf zwei Kohortenstudie (Gill et al., Ann Intern Med, 2007, 146:775, Schneeweiss et al., CMAJ, 2007,176:627), die Behandlungszeiträume lagen dabei zwischen 30 und 180 Tagen. Es muss von einem Klasseneffekt ausgegangen werden. Wie weit dieses Risiko sich nur auf das psychotische Syndrom oder vielmehr auch auf andere Syndrome bei Demenz bezieht, ist zzt. nicht geklärt. Weiterlesen