Archiv für Antidepressiva Kategorie
Duloxetin - Zulassung bei der Generalisierten Angststörung (GAS)
Der selektive Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer (SSNRI) Duloxetin (Cymbalta) ist seit Juli 2008 neben der Zulassung für die Behandlung von Episoden einer Major Depression und von Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie auch für die GAS zugelassen. Damit steht jetzt neben Escitalopram, Paroxetin und Venlafaxin ein weiteres Antidepressivum zur Therapie der GAS zur Verfügung. Auch Pregabalin ist für […]
SSRI und SNRI (Venlafaxin): Blutungsrisiko unter Antidepressiva mit (selektiver) Hemmung der Serotoninwiederaufnahme
Auf das Risiko des Auftretens einer verlängerten Blutungszeit und/oder Anzeichen einer Blutung (z.B. Ekchymose, gynäkologische Blutungen, gastrointestinale Blutungen und andere Haut oder Schleimhautblutungen) aufgrund einer Thrombozytenfunktionsstörung mit verminderter Aggregationsfähigkeit bei herabgesetztem Serotoningehalt unter Antidepressiva mit (selektiver) Hemmung der Serotoninwiederaufnahme insbesondere in Kombination mit Antikoagulantien und Substanzen mit Wirkung auf die Thrombozytenfunktion (z. B. Acetylsalicylsäure oder […]
Ergebnisse der STAR*D-Studie
STAR*D Die „Sequenced Treatment Alternatives to Relieve Depression“ oder STAR*D-Studie, eine vom US-National Institute of Mental Health (NIMH) finanzierte, prospektive, multizentrische, kontrollierte Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit verschiedener, sequentiell angewandter Behandlungsformen bei ambulanten Patienten mit unipolarer Depression, stellt eine hinsichtlich der Stichprobengröße, der Studienpopulation, der Studiendauer und des Studiendesigns gegenwärtig einzigartige Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit verschiedener Behandlungsoptionen dar, deren Ergebnisse vielfach diskutiert werden Rush, Am J Psychiatry, 2007, 164:201
Antidepressiva und Suizidalität - Stand der Diskussion Anfang 2008
Wir haben 2007 zweimal zu diesem Thema Stellung genommen und möchten den derzeitigen Stand zusammenfassen.
Antidepressive Therapie bei kardiovaskulären Erkrankungen
In der medikamentösen Therapie depressiver Syndrome bei komorbiden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind selektive Serotonin-Rückaufnahmehemmer (SSRI) auf Grund Ihres günstigen Nebenwirkungsprofils derzeit Mittel der Wahl. Da jedoch auch bei dieser Substanzgruppe sehr selten Arrhythmien, Verlängerung der QTc-Zeit im EKG, Elektrolytstörungen und orthostatische Dysregulation beobachtet wurden, werden aktuell auch hier regelmäßige elektrokardiographische Kontrollen empfohlen. Weiterhin zu beachten ist das in dieser Population erhöhte gastrointestinale Blutungsrisiko im Falle einer hier häufig anzutreffenden Komedikation mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulantien.
Antidepressiva in der Schwangerschaft und Stillzeit - aktuelle Literaturübersicht und Empfehlungen *
Selektive Serotonin-Rückaufnahmehemmer (SSRI) Teratogenes Risiko
In einer kürzlichen Studie wurde der Zusammenhang zwischen einer Behandlung mit SSRI bei Schwangeren und einer pulmonalen Hypertension bei Neugeborenen untersucht. 377 Mütter von Neugeborenen, die an einer pulmonalen Hypertension litten, wurden mit einer Kontrollgruppe von 836 Müttern verglichen, deren Neugeborene nicht an einer pulmonalen Hypertension litten. Bei 14 Neugeborenen mit pulmonaler Hypertension wurden die Mütter nach der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) mit SSRI behandelt (Citalopram, Fluoxetin, Paroxetin oder Sertralin), während in der Kontrollgruppe nur 6 Mütter mit SSRI behandelt worden waren. Diese Assoziation zwischen SSRI-Behandlung nach der 20. Schwangerschaftswoche und pulmonaler Hypertension beim Neugeborenen war signifikant. Eine Assoziation zwischen pulmonaler Hypertension bei Neugeborenen und SSRI-Einnahme der Mütter vor der 20. SSW fand sich nicht. Auch fand sich keine Assoziation zwischen pulmonaler Hypertension bei Neugeborenen und der Einnahme von Amitriptylin, Imipramin, Nortriptylin, Venlafaxin, Bupropion oder Trazodon in der Schwangerschaft Chambers et al.; N Engl J Med 2006; 356:579
SSRI und Suizidalität - neue Daten aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Wir haben in diesem Jahr bisher zweimal zum Thema SSRI und Suizidalität Stellung genommen.Antidepressiva - neue Studienergebnisse zu Nebenwirkungen und Entscheidung der FDA
Gibbons et al. Gibbons et al. (Am J Psychiatry 164: 1356, 2007) berichten jetzt, dass seit den ausgesprochenen Warnungen zum Suizidrisiko in den USA und den Niederlanden die Verschreibungsrate von SSRI bei Kindern und Jugendlichen um etwa 22 % zurückgegangen sei. Parallel dazu sei in den Jahren 2003-2005 in den Niederlanden die Suizidrate bei Kindern und Jugendlichen um 49 % angestiegen.
Bupropion - Stellung in der Behandlung der bipolaren Depression
Begrenzte klinische Daten zur Anwendung von Bupropion in Kombination mit Stimmungsstabilisierern bei Patientem mit einer bipolaren Störung lassen vermuten, dass die Switch-Rate gering ist.
Escitalopram - Zulassung bei der Zwangsstörung
Escitalopram wird in Deutschland ab Juni 2007 auch zur Behandlung von Zwangsstörungen zugelassen. (in Österreich seit Februar 2007 und in der Schweiz voraussichtlich ab September 2007).
Antidepressiva - Entscheidung der FDA zur Erweiterung des Warnhinweises hinsichtlich eines möglicherweise erhöhten Suizidrisikos unter einer antidepressiven Medikation
In den News vom 13.4.2007 wurde auf ein möglicherweise erhöhtes Suizidrisiko unter der Verordnung von Antidepressiva hingewiesen. Dabei blieb bislang offen, ob auf der Grundlage einer von der amerikanischen Zulassungsbehörde veranlassten Metaanalyse zum Suizidrisiko unter Gabe von Antidepressiva der für Kinder- und Jugendliche bereits bestehende Warnhinweis auch auf andere Altersgruppen erweitert werden wird.
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