Reboxetin – nur noch in medizinisch begründeten Einzelfällen zu Lasten der GKV verordnungsfähig

Nachdem das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seiner Nutzenbewertung von Antidepressiva zu der Schlussfolgerung kam, dass die Wirksamkeit von Reboxetin insgesamt nur unzureichend belegt ist (http://www.iqwig.de/; im Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie Kap. 1.4: Unterschiede im Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil von Antidepressiva bei der depressiven Episode und Kap. 1.13, Präparate), beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im September 2010, Reboxetin künftig von der Verordnungsfähigkeit zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auszuschließen (http://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/352/; zusammenfassende Dokumentation über die Änderung der Arzneimittel-Richtlinie: http://www.g-ba.de/downloads/40-268-1526/2010-09-16_AM-RL3_Reboxetin_ZD.pdf). Zum 1. April 2011 ist dieser Beschluss nun in Kraft getreten; eine Verordnung von Reboxetin zu Lasten der GKV ist damit nur noch ausnahmsweise in medizinisch begründeten Einzelfällen möglich.

 

Francesca Regen, Berlin

Otto Benkert, Mainz

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